Schnee, Regen und viele Kilometer

Doch etwas überrascht waren wir am Freitagmorgen; der Blick zum Fenster hinaus zeigte ein verschneites Sun Peaks. Um 10 Uhr, nach einem Omlette-Zmorge, fuhren wir auf schneebedeckter Strasse los. Zum Glück war die Strasse schon bald nur noch salznass.

Bei Merrit verliessen wir den Highway und nahmen den etwas längeren Weg durch einen Park. Zwischendurch schneite es dort wieder. Beim Manning Provincial Park verpflegten wir uns und setzten unseren Weg Richtung amerikanischer Grenze fort. Wie wohl die Einreise in die Staaten läuft, fragten wir uns etwas angespannt.
Wir zeigten die Pässe, wurden gebeten neben dem Gebäude zu parken und mussten den üblichen Papierkram ausfüllen, alle Finger scannen und ein Foto knipsen lassen. Daniela durfte ihr Papier wegen eines Druckerproblems gleich dreimal ausfüllen und nach dem Bezahlen von 12 Dollar für Irgendwas, konnten wir weiterfahren.

Nächstes Ziel war der Flughafen von Seattle, wo wir unser Mietauto abgaben. Unterdessen waren wir über 9 Stunden und über 650 Kilometer unterwegs. Trotz viel Gepäck entschieden wir uns gegen einen Taxi, aber für die nigelnagelneue “Light Rail”, einer Art Stadtbahn, die uns für 5 Dollar ins Zentrum fuhr. Danach waren wir nur noch etwa 3 Blocks von unserem Hotel entfernt. Dort kamen wir nass und erschöpft um 21 Uhr an und erhielten unser Zimmer im 14. Stockwerk.
Am Samstagmorgen gönnten wir uns zum Frühstück bei einem “Local” einen Speck-Käse-Ei-Bagel. Danach liefen wir einige Stunden in Downtown Seattle herum. Wie schon vermutet, war es mehrheitlich regnerisch und bewölkt in dieser Stadt. Nur kurz zeigte sich die Sonne. Auf den Strassen hatte es viel Gesindel. Auch viele Baustellen und unattraktive Strassenzüge. Etwas enttäuschend, für den sonst als eine der lebenswertesten Städte der Welt beschriebenen Ort.

An Nachmittag wagten wir einen Blick in den Untergrund. Eine spezielle Tour führte uns ein Stockwerk tiefer, wo man die alten Gemäuer der Stadt sehen konnte. 1889 nach dem grossen Feuer in Seattle wurde bei den nahe am Hafen gelegenen Gebieten einfach ein Stockwerk aufgeschütet, um zukünftige Überflutungen zu vermeiden. So wurde das Erdgeschoss zum Keller und der 1. Stock zum Erdgeschoss. Und diese unterirdische, zerfallene Stadt ist jetzt Touristenattaktion.
Ansonsten hoffen wir auf das vorhergesagte, schönere Wetter für Sonntag und am Montag fliegen wir weiter nach San Francisco.

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