Moon & Stars: Trauffer rockt den Abend

Das Musik-Festival „Moon & Stars“ in Locarno hat einen hervorragenden Ruf. Die Kombination von nationalen und internationalen Stars im mediterranen Umfeld in der Sonnenstube der Schweiz verspricht so einiges.

Beim Besuch am Montag, 17. Juli 2017 wurden meine Erwartungen durchwegs erfüllt. Mit Trauffer und Gölä versprach der Abend einen tollen Schweizer-Mix. Vorgängig öffnete das „erweiterte“ und frei zugängliche Festgelände mit Verpflegungsständen aller Art. Dazu kam ab 18 Uhr live Musik auf der „Piazza Piccolo“ und ein Riesenrad, um den herrlichen Sommerabend von oben zu überblicken.

Um 19 Uhr öffneten die Tore auf die Piazza Grande. Aber auch eine halbe Stunde vor Konzertbeginn konnte man trotz Sicherheitskontrollen relativ zügig ins Gelände hinein und fand auch noch genügend Platz im vorderen Drittel. Ins Gelände rein durften weder Getränke, noch Gegenstände die die Grösse eines A5-Blattes überschritten.

Eine motivierende Begrüssung aus dem „Off“ inklusive Gesangseinlage durch die Zuschauer (bella Musica…. aiaiaiai) machte den Anfang, gleich gefolgt vom Auftritt von Trauffer. Mit tollen Songs, einem Flirt mit einem Fräulein Marty im Publikum und einen überraschenden Auftritt auf einem Balkon neben der Bühne boten in den 75 Minuten tolle Unterhaltung. Ein Paar nutzte das Konzert sogar für eine Tanzeinlage inmitten der Zuschauer. In der halbstündigen Pause erklangen spontan von einer Gruppe ein paar Jodelklänge, die von den umliegenden Besuchern mit Applaus verdankt wurden. Eine wahrlich tolle Stimmung!

Einziger Kritikpunkte an die Veranstalter waren die wenigen Getränkestände im Konzertbereich. Trotz neu eingeführten Cashless-System verschwanden die Schlangen vor den wenigen Getränkeständen erst gut 10 Minuten nach Beginn von Göläs-Konzert. Zudem führte eine neue Sicherheitsmassnahme zur Verwunderung; 5dl-PET-Flaschen wurden nur ohne Deckel  abgegeben. Somit war es unmöglich das Getränk in einer Tasche oder am Boden zu platzieren, sondern es musste die ganze Zeit gehalten werden.

Der Auftritt von Gölä war für den Berner wohl mehr eine Pflichtübung. Die vorgetragenen Lieder waren solide. Mit den englischen Liedern hat Gölä wohl abgeschlossen; kein einziges war an diesem Abend zu hören. Die grössten Hits „Schwan und I hätt no viu blöder ta“ folgten als Zugabe, wobei das Publikum erstmals so richtig mitging. Nach 90 Minuten, Punkt 23.15 Uhr machte der Mundartsänger Schluss, was nach seiner Aussage auch so vorgeschrieben war. Ein kleines Schlussfeuerwerk schloss die stimmungsvollen Konzerte ab.

Eigentlich waren die Erwartungen an den Berner Büezer nicht so gross, aber etwas mehr Interaktionen mit dem Publikum wäre toll gewesen. Als Special Guest konnte Trauffer überzeugen und er zeigte sich auch selbst sehr beeindruckt vor so einer Kulisse spielen zu dürfen.

Schön war, dass auch nach dem Konzert die Bars und Verpflegungsstände offen blieben und man den lauen Sommerabend schön ausklingen lassen konnte. Ein toller Event!

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