Las Vegas

Die Fahrt vom Death Valley nach Las Vegas verläuft eintönig; lange, gerade Highways mit zwei Spuren. Spannend wird es erst in Las Vegas selbst, wenn man die richtige Ausfahrt verpasst, via Hinterhof wieder zurückfindet und danach dreimal ums Hotel kreist, bis man herausfindet, wo den jetzt neben Taxis, Limousinen und VIPs, der ganze normale Gast anhalten und parkieren darf.

Danach ging das Suchen weiter. Um zur „Registration“ zu gelangen, galt es eine Passerelle zu überqueren, ein Casino zu durchqueren und an mehreren Restaurants vorbei zu laufen. Nach reiflicher Überlegung nahmen wir das Upgrade-Angebot für 35 Dollar pro Tag für eine „Tower Deluxe Suite“ an und konnten so unsere Zweizimmer-Wohnung im 18. Stock des East Tower neben der Luxor-Pyramide in Beschlag nehmen.

Ein kurzer Rundgang durchs „Luxor“ zeigte uns einen Foodcourt, mindestens 3 Starbucks Cafe, unzählige Restaurants und Bars, ein riesiges Casino und Verbindungspasserellen zu zwei anderen Hotels. Gestärkt vom Nachtessen starteten wir unsere erste Erkundung der Stadt by night. Unzählige Fotomotive boten sich entlang des Las Vegas Boulevards an.

Die Fussgängerwege führten immer wieder über Übergänge und durch Hotels hindurch, in denen man kurzerhand die Orientierung verlor. Erstes und bekanntes Highlight waren die Wasserspiele beim „Bellagio“. Unser Weg führte von New York, über Paris bis nach Venedig. Jedes Hotel widmet sich einem grossen  Hauptthema. Mit der Monorail, die schon ziemlich unter Altersschwäche leidet, fuhren wir zurück und schlossen den ersten Abend ziemlich müde ab; waren wir doch um 5.15 Uhr im Death Valley aufgestanden.

Den verregneten Dienstagmorgen verbrachten wir in unsere Suite und im Hotel. Danach machten wir uns auf in die Stadt. Als erstes organisierten wir uns Tickets für die Abendvorstellung von David Copperfield. Danach besuchten wir den 4-stöckigen M&Ms-Shop und kauften ein geschätztes halbes Kilo M&Ms vom Selbstbedienungsladen. Im riesigen Shoppingcenter „Miracle Mile Shop“ im „Planet Hollywood“ mit 170 Shops, Gewittershows und Passagen mit künstlichem Himmel und Häusern gönnte sich Dominik im „Champs“ noch neue Turnschuhe.

Danach war es Zeit für die Show im Hollywood Theater; David Copperfield. Nach den ersten Minuten entstand etwas der Eindruck, dass David seine besten Zeiten hinter sich hatte. Als wir aber aus nächster Nähe beobachten konnten, wie innert Sekunden ein Cadillac auf der Bühne auftauchte, eine von mit Frisbee-Scheiben ausgewählten  Zuschauern vorgegebene Zahlenkombination erraten wurde und schlussendlich noch 12 zufällig ausgewählte Zuschauer vor unseren Augen verschwanden, waren wir doch beeindruckend. Trotzdem kam während der 90-minütigen Show nicht ganz die erhoffte magische Stimmung auf.

Im Hardrock Cafe gönnten wir uns bei toller Musik noch ein Nachtessen und letzter Punkt für diesen Abend war der Ausflug nach „Paris“ auf den nachgebauten Eiffelturm. Eine gewaltige Aussicht auf die Wüstenstadt bot sich uns. Etwas nach 1 Uhr waren wir zurück im Hotel und Dominik verdiente sich noch kurz 40 Dollar beim Roulette.

Ein vorerst stürmischer und regnerischer Tag zeigte sich am Mittwoch. So holte Dominik 18 Stockwerke tiefer im Starbucks „Hot Chocolate“ und Croissants, die im Zimmer verspeist wurden. Danach ging es via Durchgang ins grosse Aquarium des Hotels „Mandalay Bay“, auf dem Rückweg zum Italiener und im Casino wurde der Gewinn vom Mittwoch wieder verspielt. Dies alles ohne auch nur einen Fuss nach draussen gesetzt zu haben.

Schreibe einen Kommentar